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Die Hanse der Neuzeit Übersicht: Einleitung
Die Wertschätzung des Wortes “Hanse” Die Entstehung der “Hanse der Neuzeit” Die Hansetage der Gegenwart
Die neuen Ziele und Themen der Hanse Ergebnisse und Beschlüsse der Hansetage Youth Hansa Einleitung Jeder kennt den Begriff “Hanse", aber den Zusatz “der Neuzeit" verstehen wohl nur die wenigsten. Dieses Kurzreferat möchte zum einen diese
Begrifflichkeiten klären, darüber hinaus aber auch den Sinn und Zweck, der sich hinter diesem Begriff verbirgt, verständlich machen. Dazu habe ich viele Informationen aus dem Internet besorgt, da ich kaum
Literatur finden konnte, welche sich mit diesem Thema befasst. Die Wertschätzung des Wortes “Hanse” Das Wort “Hanse" ist jedermann bekannt. Bei diesem Wort schwingt eine geschichtsmächtige Kraft mit,
welche oft als Inbegriff bürgerlicher Leistung und Tugenden angesehen wird. Freiheit, Neutralität und Handel ohne Störung und Hemmnisse bündelt dieser Begriff in sich. Da die Hanse den positiven Erscheinungen der
Geschichte zugerechnet wird, können Städte, die einmal der Hanse angehört haben, mit ihrem Titel “Hansestadt” werben und ihr Ansehen heben. Auch der Einzelhandel macht sich das Wort zunutze, so gibt
es in Hamburg z.B. das “Hanseviertel”. Die Entstehung der “Hanse der Neuzeit" Im späten Mittelalter war die Hanse ein blühendes Bündnis zwischen den Städten und Kaufleuten im Nord- und Ostseegebiet. Die Neugründung der Hanse verdanken wir der niederländischen Stadt Zwolle, welche im
Jahre 1980 anlässlich ihrer 750-Jahr-Feier zu einem Hansetag einlud. Damit wollte sie an die alte Tradition der Hanse anknüpfen, der Zwolle angehört hatte. Der Anlass: Bei der Vorbereitung des Jubiläums war im
Stadtarchiv eine Urkunde entdeckt worden, in der Zwolle als erste Stadt des Hansebundes die Stadt
Lübeck als "Haupt der Hanse" anerkannt hatte.Zum Hansetag in Zwolle – dem ersten Hansetag seit 1669 – kamen Vertreter aus 43 ehemaligen Hansestädten. Die Idee, die Hansetage wieder aufleben zu lassen, war geboren.
Vertreter von elf Städten fanden sich in Zwolle zur Bildung einer Hansekommission nach altem Vorbild zusammen. Sie sollte die Wiedereinführung der historischen Hansetage vorbereiten. Den Beschluss zur
Veranstaltung der Hansetage der Neuzeit fasste die Kommission auf einer Sitzung am 19. Februar 1981 im Lübecker Rathaus. Dabei wurde festgelegt, dass entsprechend der Tradition auch bei den Hansetagen der
Neuzeit der Lübecker Bürgermeister regelmäßig den Vorsitz der Hansesitzungen führen sollte. Zu den Hansetagen der Neuzeit sollten alle ehemaligen Hansestädte eingeladen werden. Wie die alte ist auch die
neue Hanse eine aus unabhängigen Städten bestehende Organisation. Ihr offizielles Symbol ist eine stilisierte Kogge mit weiß rotem Segel (siehe Abbildung oben). Die Hansetage der Gegenwart
Nach dem Zusammentreffen von 44 Städten (einschließlich Gastgeber) in Zwolle waren beim zweiten “Hansetag der Neuzeit" am 4. September 1982 in Dortmund bereits 56 Städte vertreten. Zum Hansetag am
9. September 1983 in Lübeck kamen 68 Städte aus 9 Ländern.Es gab bereits 21 Hansetage der Gegenwart: 1980 in Zwolle / NL, 1982 in Dortmund / D, 1983 in Lübeck / D, 1984 in Neuss / D, 1985 in
Braunschweig / D, 1986 in Duisburg / D, 1987 in Kalmar / S, 1988 in Köln / D, 1989 in Hamburg / D, 1990 in Deventer und Zutphen / NL, 1991 in Wessel / D, 1992 in Tallin / EE, 1993 in Münster / D, 1994 in
Stade / D, 1995 in Soest / D, 1996 in Bergen / N, 1997 in Danzig / PL, 1998 in Visby / S, 1999 in Oldenzaal / NL und 2000 in Zwolle / NL.
Der nächste von der Hansekommission festgelegte Hansetag findet vom 07. bis 10. Juni 2001
in Riga statt. Es liegen bereits Bewerbungen für die Veranstaltung von Hansetagen bis zum Jahr 2029 vor.Die "Hanse der Neuzeit" vereint heute mehr als 200 Städte aus 16 Ländern: Belgien, Dänemark,
Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Russland, Italien, Lettland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal und Schweden. Die einzelnen Städte findet man – nach
Ländern sortiert – auf folgender Internetadresse:
www.uni-greifswald.de/fakul/mathematics/schule/lliste.htm Die neuen Ziele und Themen der Hanse Die Vertreter der Hansestädte waren sich bei der Wiedereinführung der Hansetage darin einig, dass für die
Tagungen neue Inhalte gefunden werden müssten. Die Hansetage sollten nicht nur der Bereicherung von Stadtjubiläen und ähnlichen Ereignissen dienen. Man kam überein, unter dem Generalthema "Die Stadt als
Lebensform" die Gegenwartsprobleme der Städte zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.Da es sich bei den Mitgliedern des ehemaligen Hansebundes überwiegend um Städte mit alten, historischen
Stadtkernen handelt, standen zunächst Themen wie Denkmalschutz, Restaurierung und Sanierung im Vordergrund der Beratungen in den Arbeitsgruppen. In jüngerer Zeit kamen Fragen des Umweltschutzes,
speziell der Reinhaltung der Ostsee, der Bedeutung des europäischen Binnenmarktes für die Städte und die Förderung von Wirtschaftsbeziehungen hinzu. Ergebnisse und Beschlüsse der Hansetage Dies sind die wichtigsten Ergebnisse und Beschlüsse im Überblick:1987 Die schwedische Stadt Kalmar stiftete zu ihrem Hansetag einen Umweltpreis, der jährlich auf den Hansetagen verliehen wird. 1992
Auf dem Hansetag in Tallin wurde vereinbart, dass in Zukunft die Unterstützung der Hansestädte Osteuropas im Mittelpunkt stehen solle. 1993
Für den Hansetag in Münster wurde erstmals ein Fond gebildet, aus dem die Teilnahme devisenschwacher Städte Osteuropas an den "Hansetagen der Neuzeit" unterstützt wird. 1998
106 Hansestädte beschließen die "Deklaration von Visby. 2000 Seit dem Hansetag in Zwolle hat die Hanse eine Satzung, zu deren Einhaltung sich alle Mitgliedsstädte
per Unterschrift verpflichtet haben. Die Satzung regelt die Organisation, die Ziele und Projekte der Hanse.
Youth Hansa Die im Jahre 2000 verabschiedete Satzung schreibt die Existenz
einer Jugendorganisation vor, die bereits 1998 auf dem Hansetag in Visby gegründet wurde. Diese nennt sich Youth Hansa. Sie ist inzwischen ein wichtiges Organ der “Hanse der Neuzeit" geworden.
Ziel der Youth Hansa ist es, die Bedingungen für ein besseres Einvernehmen von zukünftigen Bürgern (der Jugend) in Europa schaffen. Jede teilnehmende Hansestadt sendet, wenn möglich,
zwei Jugenddelegierte zu den jährlich statt findenden Hansetagen. Diese tauschen dort Erfahrungen über alle Themen, die für Jugendliche interessant sein könnten, untereinander aus. Sie
versuchen Projekte zu erschaffen, welche andere Hansestädte wiederum in ihren Zielen unterstützen sollen. Sie unterstützen Jugendtagungen und Schulpartnerschaften.
So entstand auch ein sehr interessantes Internetprojekt mit dem Motto “Schulen als Botschafter der Hansestädte" - http://www.uni-greifswald.de/fakul/mathematics/schule/hanseprojekt.htm Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt des Herder-Gymnasiums, des Humboldt-Gymnasiums und des
Jahn-Gymnasiums der Hansestadt Greifswald. Das Projekt soll eine Plattform zum Informationsaustausch über die “Hanse der Neuzeit" schaffen.
Literatur:
Die Hanse. Lebenswirklichkeit und Mythos, hrsg. von Jörgen Bracker. Hamburg 1989 Internet: www.uni-greifswald.de/fakul/mathematics/schule/hanseprojekt.htm www.luebeck.de www.hanse-online.net/frameset.html
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