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Deichbau früher und heute

Die Verantwortlichkeit für den Bau und den Schutz der Deiche lag früher bei den Bewohnern der Marschen (Landbesitzer und Bauern). Es bestand damals eine ganz einfache Rechtsgrundlage für den einzelnen, die lautete: “Wer nich will dieken, der mut wieken!” Alle Bewohner waren sich darüber einig, dass der Deichbau die wichtigste gemeinsame Aufgabe zur Erhaltung und Sicherung des Lebensraumes war. 1866 zum Beispiel begann die Eindeichung des “Morsum-Kooges”. Dafür wurden 150 Pferdegespanne und 1200 Mann für die Karrenmannschaft benötigt. Heute jedoch ist der Küstenschutz  Aufgabe des Staates (Bund und Länder) und wird durch Steuermittel finanziert.

(Christopher)

Der Deichbau an der Nordseeküste hat eine lange Tradition, die ersten Deiche entstanden bereits 1000 n.Chr.
Wie man der folgenden schematischen Darstellung entnehmen kann, wurde das Profil der Deiche im Laufe der Geschichte stark verändert.

Haukes Idee eines neuen Deiches:

“...Und von dem Deiche, auf dem er stand, über den Priel hinweg, zog er in Gedanken eine Linie... Die Linie aber, welche er unsichtbar gezogen hatte, war ein neuer Deich, neu auch in der Konstruktion seines Profiles...” (S.69)
“Vor dreißig Jahren ist der alte Deich gebrochen; dann rückwärts vor fünfunddreißig, und wiederum vor fünfundvierzig Jahren; seitdem aber, obgleich er noch immer steil und unvernünftig dasteht, haben die höchsten Fluten uns verschont. Der neue Deich aber soll trotz solcher hundert und über hundert Jahre stehen; denn er wird nicht durchbrochen werden, weil der milde Abfall nach der Seeseite den Wellen keinen Angriffspunkt entgegenstellt.” (S.89)

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